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Ein Statement für mehr Frauen

Halbzeitbilanz von „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“
Ein Statement für mehr Frauen
Ein Statement für mehr Frauen
Zuversichtlich: Mentees, Mentoren, Steuerer des Programms und der Generalvikar. Von links, obere Reihe: Stephan Menne (Steuerungsgruppe), Simone Rachel Simon (Mentee), Christian Wendel (Mentor); mittlere Reihe: Stefan Muth (Mentor), Judith Breunig (Mentee), Generalvikar Wolfgang Rösch; untere Reihe: Dr. Beate Gilles (Steuerungsgruppe). © Bistum Limburg

Mehr Frauen in Führungspositionen, das ist das Ziel des bundesweiten Programms „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“ des Hildegardis-Vereins und der deutschen Bischofskonferenz. Es wendet sich an Mitarbeiterinnen der katholischen Bistümer, dauert ein Jahr und besteht aus insgesamt drei Präsenz- bzw. Digitalveranstaltungen, einem Tandem mit einer Mentorin oder einem Mentor im eigenen Bistum und einer Projektarbeit. Im September startet der nächste Durchgang des Programms. Noch bis zum 31. März können sich Frauen dafür bewerben.

Aktuell zwei Mentees aus dem Bistum Limburg dabei

Bei der aktuell vierten Runde von „Kirche im Mentoring“ sind auch zwei Frauen aus dem Bistum Limburg dabei: Simone Rachel Simon, Referatsleiterin Liegenschaftsverwaltung, und Judith Breunig, Referentin für Pfarrgemeinderäte und Geschäftsführerin der Diözesanversammlung. Die zwei Mentees blicken auf ein, bedingt durch die Corona-Pandemie, besonderes erstes Halbjahr von „Kirche im Mentoring“ zurück. „Ich ziehe eine durchweg positive Bilanz“, sagt Simone Rachel Simon. Nachdem sich die Mentees aus den einzelnen Bistümern zur Auftaktveranstaltung im Oktober vergangenen Jahres noch persönlich treffen konnten, war das Halbzeittreffen im Januar komplett digital und wurde als Zoom-Meeting durchgeführt. „Durch die Präsensauftaktveranstaltung war das Miteinander im Online-Seminar deutlich leichter“, erklärt Simon. Darüber hinaus sei der Hildegardis-Verein durch die Auswahl der Referenten und die verwendeten Methoden sehr gut auf die Herausforderungen einer Online-Veranstaltung eingegangen.

„Da hat Kirche noch sehr viel Luft nach oben.“ 

„Das Programm gefällt mir ausgesprochen gut. Es passt und ist genauso, wie ich es mir vorgestellt habe“, stimmt auch Judith Breunig zu. Ihre Teilnahme an „Kirche im Mentoring“ ist für Breunig auch ein Statement für mehr Frauen in kirchlichen Führungspositionen: „Da hat Kirche noch sehr viel Luft nach oben.“ Beide Mentees erhoffen sich vom Programm Einblicke in Themen wie Aufstieg und Führung, Frauen und Macht sowie Medientraining. Gleichzeitig geht es auch um eine persönliche Weiterentwicklung. „Kirche im Mentoring“ setze Denkanstöße und helfe dabei, sich mit der eigenen Person auseinanderzusetzen, sind sich die beiden Mentees einig. Dabei ginge es um Fragen, wie: Welche Stärken habe ich und wie kann ich sie einsetzen? Wie sieht Führung für mich aus? Wo gibt es Grenzen und wie lassen sich neue Wege entdecken? 

Netzwerkgedanke ist wesentlich 

Simon und Breunig betonen beide die Bedeutung des Netzwerks, dass das bundesweite Projekt bietet. „Ich erhoffe mir eine Horizonterweiterung, indem ich viele spannende und aufstrebende Führungspersonen kennenlerne“, berichtet Breunig. Dazu zählt auch die Zusammenarbeit mit einer Mentorin oder einem Mentor, die den Mentees in ihren Heimatbistümern zur Seite gestellt werden. „Mein Mentor ist Stefan Muth, Abteilungsleiter des Diözesanbauamts. Er kommt aus einem ganz anderen Bereich als ich, dadurch bekomme ich neue Einblicke und Perspektiven. Gleichzeitig gibt es auch Gemeinsamkeiten, wie zum Beispiel die Arbeit mit Ehrenamtlichen“, berichtet Breunig. 

Zusammenarbeit mir Mentorinnen und Mentoren als Tandem

Mentorinnen bzw. Mentoren und Mentees bilden im Rahmen des Programms ein Tandem. Sie treffen sich in regelmäßigen Abständen – zunächst analog, mittlerweile digital oder telefonisch – um über die Inhalte des Programms und über die Projekte der Mentees zu sprechen. „Das ist ein ganz wesentlicher Bestandteil des Programms“, sagt Simone Rachel Simon sicher. Ihr Mentor ist Christian Wendel, leitender Referent in der Zentralstelle im Büro des Generalvikars. „Die Mentorinnen und Mentoren sind Ratgeber und Unterstützer. Gleichzeitig bekommt man in den Gesprächen Input und Gedankenanstöße und kann sich zu bestimmten Themen austauschen“, so Simon weiter. „Kirche im Mentoring“ biete viele Chancen – für die Mentees persönlich, aber auch für die Institution Kirche ist sich Simone Rachel Simon sicher: „Ich erhoffe mir von „Kirche im Mentoring“, dass Frauen eine Möglichkeit haben, wahrgenommen zu werden, ihre Potenziale einsetzen zu können sowie als Gestalterin und Mitwirkende aktiv zu werden." 

Im September 2021 startet der nächste Durchgang von „Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf“. Interessierte Frauen können sich noch bis zum 31. März für das Programm bewerben. Weitere Informationen gibt es im Ausschreibungs-Download, sowie unter www.personalentwicklung.bistumlimburg.de und www.kirche-im-mentoring.de.
 

Hintergrund

Das Programm "Kirche im Mentoring – Frauen steigen auf" wird seit 2015 vom Hildegardis-Verein, der sich seit mehr als 110 Jahren für die akademische Aus- und Weiterbildung von jungen Katholikinnen einsetzt, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bischofskonferenz organisiert. 
Das Mentoring-Programm hat das Ziel, den Anteil von Frauen in kirchlichen Führungspositionen zu erhöhen. Es besteht aus insgesamt drei Präsenzveranstaltungen, einem Tandem mit einer Mentorin oder einem Mentor im eigenen Bistum und einer Projektarbeit. 
Koordiniert wird das Programm auf Seiten des Bistums von Dr. Beate Gilles und Stephan Menne, die zugleich in der überdiözesanen Steuerungsgruppe sind.
Mehr zum Mentoring-Programm gibt es auf der Seite: www.kirche-im-mentoring.de.
 

Ausschreibung Mentoring-Programm 2021/ 2022

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